Allergien
In den letzten Jahrzehnten haben sich allergische Erkrankungen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen entwickelt.
Bei Säuglingen werden Allergien häufig durch Nahrungsmittel ausgelöst. Falls Ihr Kind z.B. durch eine genetische Veranlagung allergiegefährdet ist, sollten Sie im 1. Lebensjahr in Absprache mit Ihrem Kinderarzt folgende Punkte berücksichtigen:
- Einführung der Beikost frühestens im 6. Monat
- Verzicht auf starke Allergene, wie Kuhmilch, Ei, Fisch, Soja-Eiweiß, Nüsse und Zitrusfrüchte
- Verwendung von Monoprodukten
Unter dem Begriff Nahrungsmittelunverträglichkeit werden alle unerwünschten Reaktionen, Beschwerden oder Erkrankungen, die im kurzen zeitlichen Zusammenhang mit dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel auftreten, verstanden. Bei einer Nahrungsmittelallergie reagiert das Immunsystem des Betroffenen spezifisch gegen bestimmte Stoffe in der Nahrung, welche normalerweise harmlos sind. Typische Reaktionen sind dabei Juckreiz oder Schleimhautschwellungen im Mund- und Rachenraum, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemwegs- oder auch Hautreaktionen.
Ihr Kind hat eine erhöhte Veranlagung, an einer Allergie zu erkranken wenn ein oder beide Elternteile oder Geschwister unter einer Allergie leiden. Einige Umweltfaktoren, wie Rauchen der Eltern bzw. im Wohnbereich des Kindes, Hausstaubmilben oder Tierhaare begünstigen die Ausbildung einer allergischen Erkrankung. Für allergiegefährdete Säuglinge empfiehlt die Fachliteratur das volle Stillen von 6 Monaten. Sprechen bei Ihrem allergiegefährdeten bzw. allergischen Kind gesundheitliche Gründe gegen das Stillen, benötigt Ihr Kind Spezialnahrung. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Kinderarzt.
Bei Ihrem Kind ist eine Lebensmittelallergie festgestellt oder vermutet worden? Dann möchten wir Ihnen einige Tipps und Empfehlungen für die Ernährung Ihres Kindes geben. Bitte halten Sie auch Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt, denn er kann individuell auf Ihr Kind eingehen. Bei einer diagnostizierten oder befürchteten Lebensmittelallergiegefährdung Ihres Kindes sollten Sie im ersten Lebenshalbjahr auf die Fütterung von Kuhmilch bzw. Kuhmilchprodukten, verzichten. Während des gesamten ersten Lebensjahres empfiehlt es sich außerdem, die Gabe von Hühnerei, Fisch, Sojaprodukten, Sellerie, Nüssen und Zitrusfrüchten zu vermeiden. Ist bei Ihrem Kind der Allergieauslöser mit Sicherheit bestimmt worden, dann vermeiden Sie dieses Lebensmittel konsequent bis mindestens zum zweiten oder dritten Lebensjahr. Viele Kinder vertragen dieses Lebensmittel dann wieder.
Mit der Einführung der Gläschenbeikost sollten Sie achtsam starten. Es empfiehlt sich, mit einer Gemüsesorte zu beginnen und pro Woche nur eine neue Zutat in den Speiseplan einzuführen. Als Startgemüse eignen sich Pastinaken (z.B. Bio Bambini Pastinakenpüree) sehr gut, aber auch Kürbis (z.B. Sunval Kürbis fein). Nach einiger Zeit kann Ihr Kind dann Gemüsegläschen essen, die außerdem Kartoffeln oder Reis und Fleisch enthalten. Bevorzugen Sie dabei aber Gläschensorten, die wenige Zutaten enthalten (z.B. Sunval Kürbis mit Reis und Huhn oder Sunval Karotten mit Kartoffeln und Rindfleisch) und von denen Sie wissen, dass Ihr Kind sie verträgt.
Einige Getreidearten, wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Dinkel enthalten das Eiweiß Gluten. Dieses ist für die Backfähigkeit verantwortlich, es sorgt für das Zusammenhalten von Brot und Kuchen. Kinder mit dem Krankheitsbild der Zöliakie vertragen dieses Eiweiß nicht und müssen sich ihr Leben lang konsequent einer glutenfreien Diät unterziehen. Für diese Kinder gibt es jedoch unsere glutenfreien Obstgläschen mit Reis (z.B. Sunval Apfel mit Pfirsich oder Sunval Apfel-Banane). Selbstverständlich können Sie auch Ihrem gesunden oder allergiegefährdeten Kind diese Sorten füttern, wenn es die Zutaten verträgt.
Sunval empfiehlt